Roséwein – der zarte Rote

Rosewein

Rosé ist nicht nur eine Farbe, sondern auch die Bezeichnung für eine ganze Weinkategorie. Von zartem Hellrosa bis zu sattem Kirschrot reicht das Farbspektrum der Roséweine. Eines haben jedoch alle gemeinsam, sie werden kühl, meist jung und vorzugsweise im Sommer getrunken.

Nur kurze Zeit dürfen die roten oder blauen Trauben bei der Pressung mit den Schalen in Kontakt bleiben, sonst nimmt der Saft die rote Farbe der an Beerenhäute an. Die Deutschen entdecken die letzten Jahre immer stärker ihre Liebe zu Roséweinen, denn der Marktanteil stieg von 2 % auf 8 %.

 

Es gibt verschiedene Methoden, einen Roséwein herzustellen:

  • Die roten Trauben werden gepresst und dann wie Weißwein ohne Schalen vergoren – so entstehen sehr helle Roséweine
  • Die Trauben werden erst nach zwei bis drei Tagen auf der Maische abgepresst – so  entstehen Roséweine mit deutlich roter Farbe
  • Aus dem Gärbehälter für Rotwein wird nach 12–48 Stunden ein Teil des Mostes ohne Pressung abgezogen und anschließend als Roséwein vinifiziert. Dies nennt man Saignée-Methode. Sie wird vor allem von Winzern eingesetzt, die auch kräftige Rotweine produzierten. Der im Behälter verbleibende Wein erhält aufgrund des veränderten Schalenanteils eine dichtere Struktur.
  • Fertiger Weißwein wird mit 10–20 % Rotwein vermischt. Dieses Verfahren ist in der EU nur zur Herstellung von Roséschaumweinen zulässig, nicht für Roséwein

 

Roséweine – viele Farbnuancen, viele Namen

Was bei uns Rosé heißt, wird in Österreich Gleichgepresster genannt. In der Steiermark wird ein Roséwein erzeugt, der als Schilcher bezeichnet wird. In der deutschsprachigen Schweiz wird im Allgemeinen vom Süssdruck gesprochen und ein Roséwein vom Spätburgunder wird in den Kantonen Neuenburg und Genf dagegen Œil de Perdrix genannt. Roséwein wird in Italien Rosato, in Spanien und Portugal Rosado genannt. Der rosa farbige Weißherbst muss nach deutschem Weinrecht zu 100 % aus derselben roten Rebsorte und aus derselben Lage hergestellt werden. Nicht zu verwechseln mit dem Rotling oder Schillerwein, dieser wird aus Rotwein- und Weißweintrauben gekeltert.

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